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PROGRAMM INSELKINO November 2026

Wir freuen uns die Filmreihe zum Thema: Zwischenwelten – Migration im Film im Stadtteilzentrum Kreativhaus auch im Herbst fortführen zu können. Drei Filme, ein roter Faden – von der deutsch-deutschen Vergangenheit bis zur europäischen Gegenwart. Wir laden herzlich dazu ein, gemeinsam hinzuschauen, nachzudenken und im Anschluss miteinander ins Gespräch zu kommen. Alle Vorführungen finden im Stadtteizentrum Kreativhaus Berlin statt. Der Eintritt ist frei!

01.11.2026 / 18 UHR: HERR SCHMIDT UND HERR FRIEDRICH

Herr Schmidt und Herr Friedrich

Regie: Ulrike Franke & Michael Loeken
Deutschland 2001, 70 Minuten, Dokumentation
Sprache: Deutsch

Die Liebe zwischen Herrn Schmidt und Herrn Friedrich begann viele Jahre vor dem Mauerfall, als der eine im Westen kaufmännischer Angestellter war und der andere in Ostberlin kellnerte. Als Langzeitarbeitslose müssen die beiden Mittfünfziger die Sinnfrage Tag für Tag aufs Neue beantworten. Sie lassen uns teilhaben an ihrem Leben, sie fesseln und verwundern uns, rühren uns, und vor allem bringen sie uns zum Lachen. Aber Vorsicht! Wer sich hier über zwei Spießer amüsiert, der erkennt immer auch den Spießer – in sich selbst.

Nominierung Adolf-Grimme- Preis 2001 und Publikumspreis Festival des Deutschen Kinos 2002

KEIN LAND FÜR NIEMAND

Regie: Max Ahrens & Maik Lüdemann
Deutschland 2025, 112 Minuten, FSK: 12, Dokumentation
Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln

Nach der Vorführung sprechen wir mit Medical Solidarity International – der Verein leistet sehr wichtige medizinische humanitäre Hilfe für Menschen in Not an den EU-Außengrenzen.

Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung.

SEHNSUCHT IN SANGERHAUSEN

Regie: Julian Radlmaier
Deutschland 2025, 90 Minuten, FSK 6, Spielfilm
Sprache: Deutsch

Zwei Frauen begegnen sich in Sangerhausen: Ursula, eine ost-
deutsche Kellnerin mit gebrochenem Herzen und Neda, eine ira-
nische YouTuberin mit gebrochenem Arm. Gemeinsam stolpern sie
durch einen Ort der Gegensätze, nehmen es mit den Geistern der
Vergangenheit auf und teilen Träume, die älter sind, als sie
ahnen. Die ostdeutsche Kleinstadt wird zum Schauplatz für eine
Geschichte über Zusammenhalt und Gemeinschaft, über Deutsch-
land und seine Arbeiter und die Sehnsucht nach einem anderen
Leben.