PROGRAMM INSELKINO 2026
Wir freuen uns zum diesjährigen INSELKINO die Filmreihe zum Thema: Zwischenwelten – Migration im Film im Stadtteilzentrum Kreativhaus fortführen zu können. Unsere Filmreihe widmet sich Flucht und Migration als menschlicher Erfahrung. Die Filme erzählen von Aufbruch, Hoffnung, Unsicherheit und dem Ankommen in neuen Lebenswelten. Wir laden herzlich dazu ein, gemeinsam hinzuschauen, nachzudenken und im Anschluss miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei!
12.04.2026 / 18 Uhr: Letters from Wolf Street
LETTERS FROM WOLF STREET / LISTY Z WILCZEJ
Regie: Arjun Talwar
Polen 2025, 97 Minuten, FSK 6, Spielfilm
Sprache: Polnisch, Englisch mit deutschen Untertiteln
Eine Straße im Zentrum von Warschau steht im Mittelpunkt dieses persönlichen und zugleich humorvollen Porträts Polens. Der Filmemacher Arjun Talwar, der vor über zehn Jahren eingewandert ist, fühlt sich noch immer zwischen den Welten. Um seine eigene Fremdheit zu überwinden, beginnt er, seine Nachbar*innen in der Ulica Wilcza zu filmen und ihre Geschichten kennenzulernen. Gemeinsam mit einer Freundin entdeckt er verborgene Biografien und Erfahrungen von Menschen, die wie er zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen erträumter und realer Heimat leben. So entsteht entlang dieser Straße ein vielschichtiges Bild von Polen und dem modernen Europa – ein Kaleidoskop von Widersprüchen und Ängsten. Einem Land, das oft als homogen, abweisend und politisch rechts wahrgenommen wird, wird hier von einem ausländischen Filmemacher der Spiegel vorgehalten.
26.04.2026 / 18 Uhr: Einhundertvier
EINHUNDERTVIER
Regie: Jonathan Schörnig
Deutschland 2023, 93 Minuten, FSK: 12, Dokumentation
Sprache: Detusch & Englisch mit deutschen Untertiteln
Wie eine Seenotrettung ablaufen kann, übersteigt jegliche Vorstellungskraft. Die Echtzeitdokumentation „Einhundertvier“ bringt diese dramatische Situation näher. Der Film zeigt wie quälend lange es dauert, 104 Personen von einem sinkenden Schlauchboot zu bergen.
Mensch für Mensch, Schritt für Schritt wird die Aktion mit mehreren parallelen Kameras begleitet.
Mit dem Auftauchen der Libyschen Küstenwache spitzt sich die Lage zu. Tagelang harren die Geretteten und die Crew auf hoher See aus, da kein Mittelmeerland ihnen erlaubt anzulegen. Erst nach einem schlimmen Sturm erreicht das Schiff einen europäischen Hafen.
Grimme Preis 2025 in der Kategorie „Information & Kultur“
Goldene Taube DOK Leipzig 2023